parkverbot Gourmet

Chez McDonalds

    Entgegen ersten Befürchtungen wird man in Frankreich bei McDonalds nicht plaziert. Positiv fällt gleich zu Beginn auf, daß auch in Frankreich alles, was größer als ein Cheeseburger ist, noch in den guten alten Styropor-Schachteln verkauft wird. Schande über die deutsche Müllvermeidung! McDonalds hat dadurch seinen Glanz verloren.

    Man muß sich erst mal daran gewöhnen dem (im klassischten aller Fälle noch dunkelhäutigen) Gegenüber ein "ambürgääähr" ins Gesicht zu schleudern. Allerdings ist das wohl genauso wie bei älteren Menschen in deutschen McDonalds, die einen "Hamburger" verlangen und das auch so meinen (und sich ihr ganzes Leben fragen, wo oder warum in Hamburg der wohl erfunden worden ist): Man hat weltweit einfach wenig Respekt vor oder Interesse an der wahren Herkunft dieses Nahrungsmittels. Und machen wir uns nichts vor, hat das Ding wirklich noch was mit "ham" zu tun?

    Aber hat man die sprachliche Barriere (und den sprachlichen Ekel) erst mal überwunden, ist alles deutlich einfacher als in deutschen McDonalds. Man wird zwar z.B. auch gefragt, ob man das Zeug zum Mitnehmen oder hier Essen haben will, aber das macht keinen erkennbaren Unterschied. Tablett?? Paperlapapp! In beiden Fällen wird einem eine braune Plastiktüte gepackt. Auch wenn man nur einen Ambürgääähr hatte. Insofern fährt man ganz gut, wenn man immer bestimmt freundlich lächelt und auf alle Fragen (egal, ob man sie verstanden hat oder nicht) mit oui antwortet. Es macht eh keinen Unterschied. Und ich hoffe, daß französische McDonalds-Angestellte, die Ausländer fragen "Und wollen Sie auch alle alten FishMacs, die noch von gestern übrig geblieben sind?", daß diese sofort rausgeschmissen oder zum Filialleiter befördert, auf jedem Fall aber dem direkten Kundenkontakt entzogen werden.